Bauformen

Segmentwendel oder Vollwendel wählen

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Beide Bauformen erfüllen dieselbe Förderaufgabe, unterscheiden sich aber deutlich in Montage, Reparaturfähigkeit und Beschaffung. Die Wahl entscheidet oft mehr über die Instandhaltungskosten als der Werkstoff.

Vollwendel

Eine Vollwendel ist eine durchgehend gewundene Wendel über die gesamte Bauteillänge. Sie wird auf das Rohr oder die Welle aufgeschoben und verschweißt und bietet eine gleichmäßige Förderfläche mit wenigen Stoßstellen.

  • Gleichmäßiger Materialfluss, wenige Unterbrechungen der Förderfläche
  • Geeignet für neue Schnecken und lange Förderstrecken
  • Aufwendiger zu tauschen, da meist die komplette Schnecke ersetzt wird

Segmentwendel

Eine Segmentwendel besteht aus einzelnen Wendelsegmenten, typisch mit 180° oder 360° Segmentwinkel. Die Segmente werden aneinandergesetzt, ausgerichtet und verschweißt.

  • Einzelne verschlissene Abschnitte lassen sich gezielt ersetzen
  • Reparatur oft direkt vor Ort möglich, ohne Ausbau der gesamten Schnecke
  • Lagerhaltung als Wiederholteil einfacher, weil Segmente standardisiert sind
  • Mehr Schweißnähte und höherer Montageaufwand

Entscheidungshilfe

SituationEmpfehlung
Neubau, lange FörderstreckeVollwendel
Punktueller Verschleiß am Ein- oder AuslaufSegmentwendel
Reparatur ohne Ausbau der SchneckeSegmentwendel
Abrasives Fördergut mit planbarem VerschleißSegmentwendel in Verschleißstahl
Gleichmäßige Förderung höchster PrioritätVollwendel
Ersatzteil ohne OriginalzeichnungSegmentwendel nach Aufmaß

Was der Einkauf angeben sollte

  • Außendurchmesser und Innendurchmesser
  • Steigung und gewünschter Segmentwinkel oder Wendellänge
  • Blechstärke und Werkstoff
  • Drehrichtung rechts oder links
  • Stückzahl sowie geplanter Bedarf für Wiederholteile

Häufige Fragen